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Spitzfuß

Oder: Pes equinus

Der Spitzfuß ist eine Deformität mit Überstreckung des Fußes im oberen Sprunggelenk.

Die Patienten treten nur mit der Fußspitze auf, weil die Fußsohle und insbesondere die Ferse den Boden nicht erreicht. Kann angeboren sein oder erworben durch Lähmungen, beim Schlaganfall, langer Bettruhe ohne Prophylaxe oder bei schlechten Gipsverbänden.

Behandlung

Die Behandlung kann konservativ mit intensiver Heilgymnastik, manueller Dehnung und Umformungsgipsen versucht werden.

Die Problemlösung gelingt operativ meist besser. Die Achillesehne wird verlängert und Fußsohlenbänder werden teilweise durchtrennt. Manchmal müssen auch Muskeln der Wade verlängert werden. Gipsruhigstellung für 6 Wochen. Bei Weichteilkorrekturen gelingt meist eine deutliche Steigerung der Lebensqualität der meist gelähmten Patienten.

Sind allerdings schon Gelenke versteift, müssen Operationen an den Gelenken (Versteifungen) oder an den Knochen (Keilentnahmen) durchgeführt werden. Über die Erfolgsaussichten muss im Einzelfall beraten werden, da jeder Patient mit anderen Voraussetzungen zur Operation kommt.

Beispiel:

Demonstration der Beweglichkeit eines Spreizfußes
Demonstration der Beweglichkeit eines Spreizfußes

Spitzfuß

Die Fußachse ist rot eingezeichnet. Mehr kann er nicht gebeugt (hinauf oder kopfwärts bewegt) werden. Die gelbe Linie zeigt das normale Ausmaß der Sprunggelenkbeweglichkeit.


Nach der Behandlung gegen Spreizfuß
Nach der Behandlung gegen Spreizfuß

Nach beidseitiger Operation kann die Patientin trotz Lähmung viel besser gehen.

Die gelb eingezeichnete Fuß- und Beinachse zeigt gegenüber der roten Linie (Beweglichkeit vor der OP) den Gewinn an Bewegungsumfang.