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Hohes Fersenbein

Oder: Calcaneus altus – Fersenbeinhöcker – Haglund-Ferse

Der Fersenbeinhöcker ist eine Vergrößerung der hinteren oberen Fersenbeinecke. Durch Schuhdruck kann es zur mechanischen Irritation der umgebenden Weichteile wie Schleimbeutel, Achillessehne und Gleitgewebe kommen.

Häufig ist dieses "Überbein" nur in engen Schuhen lästig und schmerzhaft. Manchmal kann die Irritation sogar zu spontanen Rissen der Achillessehne führen.


Behandlungsprinzip

Durch konservative Therapie (abschwellende Maßnahmen, Schuhzurichtung, Physiotherapie und Spezialeinlagen) kann manchmal eine Besserung erreicht werden. Wirklich gelöst wird das Problem operativ durch Abtragen des Höckers und Wegnahme des meist entzündeten Schleimbeutels und der Gleitgewebe.

Die Hautschnittlänge an der Fersenaußenseite beträgt etwa 4 bis 5 cm.

Nachbehandlung

Vollbelastung ab dem vierten postoperativen Tag. Spitalsaufenthalt wenige Tage.

Arbeitsfähigkeit

Bei einseitiger Operation und Bürotätigkeit nach ungefähr zehn Tagen, bei beidseitiger Operation und schwerer körperlicher Arbeit erst nach etwa zwei Monaten.

Sportfähigkeit

Nach etwa vier Wochen für weniger belastende Sportarten, bei beidseitiger Operation nach etwa zwei bis vier Monaten für Squash und Tennis.

Ergebnisse

Gute Ergebnisse lassen sich in fast 95 % der Fälle erzielen.

Komplikationen

Infektion in etwa 2 Prozent, wobei das Endergebnis selbst davon meist nicht beeinflusst wird.


Beispiel:

Fersenbeinhöcker
Fersenbeinhöcker
Röntgen Fersenbeinhöcker
Röntgen Fersenbeinhöcker

Der Pfeil zeigt den Fersenbeinhöcker an.


Fersenbeinhöcker Abmeißlungsfläche
Fersenbeinhöcker Abmeißlungsfläche

Die Abmeißelungsfläche muss glatt sein (rote Pfeile).

Besonders wichtig ist die "Jammerecke" am Achillessehnenansatz (gelber Pfeil), bleibt hier Knochen stehen, ist ein Rezidiv (Wiederauftreten der gleichen Beschwerden) vorprogrammiert.